Das Global Network

Das Global Network Against Weapons And Nuclear Power in Space ist ein internationaler Zusammenschluß von Gruppen und Einzelpersonen, die sich gegen den Einsatz von Waffen und gegen die Nutzung von Kernenergie im Weltraum einsetzen. Das Global Network wurde 1992 gegründet und ist in Florida, USA, als Verein registriert. Bei den jährlichen Mitgliedertreffen wird ein Vorstand gewählt, der das Global Network koordiniert und vertritt.

Das Jahrestreffen 1999 fand in Darmstadt statt. Anläßlich des Jahrestreffens gelang es, in Zusammenarbeit mit der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Naturwissenschaft, Technik und Sicherheit der TU Darmstadt die internationale Konferenz "Weltraumnutzung und Ethik" durchzuführen, an der über 80 TeilnehmerInnen aus mehr als einem Dutzend Länder teilnahmen.

Das Jahrestreffen 2000 findet am 14.-17. April in Washington statt und beschäftigt sich mit den US-amerikanischen Plänen, ein Raketenabwehrsystem aufzubauen (Star Wars Revisited: An International Conference on Preventing an Arms Race in Space).

Unsere Bedenken

Das Wettrüsten setzt sich im Weltraum fort. Das US Space Command (Weltraumkommando der USA) hat öffentlich angekündigt, daß es "den Weltraum kontrollieren will, um US-amerikanische Interessen und Investitionen zu schützen".

Seit dem Golfkrieg sind die USA davon überzeugt, daß der Staat, der den Weltraum kontrolliert, "im Weltraum, aus dem Weltraum und in den Weltraum hinein" kämpfen kann. Im Golfkrieg wie im Jugoslawienkrieg waren die USA davon überzeugt, daß sie mit ihrer modernen Satellitentechnologie jeden beliebigen "Feind" aufspüren und ins Ziel nehmen kann. Durch die "Kontrolle" des Weltraums wollen die USA nach eigener Aussage Erde und Weltraum "dominieren".

Dominanz

Die Kontrolle des Weltraums durch die USA widerspricht dem Geist des gültigen Völkerrechts. Der Outer Space Treaty (Weltraumvertrag) von 1967 betont vielmehr die Nutzung des Weltraums "zu friedlichen Zwecken" und verbietet die Stationierung von Massenvernichtungswaffen im Weltraum

Außerdem ist im Weltraumvertrag ausdrücklich festgehalten, daß die Himmelskörper der gesamten Menschheit gehören. Bei ihren Mond- und Marsexpeditionen und der Erkundung anderer Planeten, Monde und Asteroiden findet die NASA eine Vielzahl von Bodenschätzen vor. Die USA suchen jetzt nach Wegen, wie sie das Völkerrecht umgehen und diese Himmelskörper "ausbeuten" können.

Die nukleare Komponente

Der Mythos Kolumbus wird oft bemüht, um nachzuweisen, daß der Weltraum unser "Schicksal" sei.

Um die Überlegenheit des Pentagon im Weltraum sicherzustellen, entwickelt das US-Weltraumkommando neue Technologien, beispielsweise Ballistic Missile Defense- (BMD, Raketenabwehr) und Antisatellitenwaffen (ASAT).

Die Nutzung von Kernenergie spielt bei der Kolonisierung und Beherrschung des Weltraums eine Schlüsselrolle. Die NASA setzt auf Kernenergie für ihre interplanetaren Missionen. Nukleare Raketenantriebe sollen die Reise zum Mars beschleunigen. Auf dem Mond und Mars soll Kernenergie die Rohstoffausbeute ermöglichen. Dabei wurden von der Heilbronner Firma ASE hocheffiziente Solarzellen speziell für tiefe Weltraummissionen entwickelt, so daß der Einsatz von Kernenergie überhaupt nicht nötig ist.

Und das US-Weltraumkommando? Für sie ist Kernenergie die einzige Energiequelle, mit der die geplanten Weltraumwaffen realisiert werden können.

Böse Saat

Wollen wir es zu Beginn des 21. Jahrhunderts zulassen, daß die USA und andere Staaten die böse Saat von Krieg, Gier, Ausbeutung und Umweltverschmutzung in den Weltraum tragen?

Die Menschen in aller Welt haben jetzt, für eine kurze Zeit, die historische Chance, sich gegen die Nutzung von Kernenergie und gegen Waffen im Weltraum auszusprechen. Wir müssen dafür sorgen, daß der Weltraum der friedlichen Nutzung vorbehalten bleibt. Helfen Sie uns dabei!

Kriterien Und Forderungen für die Weltraumnutzung

Diskutieren Sie diese Kriterien für die Weltraumnutzung in Ihrem Bekannten- und Freundeskreis. und lassen Sie uns wissen, was Sie davon halten

Informationsmaterialien

Ihr Beitrag

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Friedens- und Begegnungsstätte Mutlangen e.V.

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Konto: Raiffeisenbank Mutlangen

Konto 55 628 001

BLZ 613 619 75 Stichwort "Global Network"

Sie können Ihre Mitgliedschaft natürlich auch direkt in den USA anmelden und bezahlen (Adresse siehe Deckblatt).

Mitglieder des Global Network

Global Network
Against Weapons And Nuclear Power
In Space

Globales Netzwerk gegen Waffen und
Kernenergienutzung im Weltraum

PO Box 90083, Gainesville, FL 32607, USA, Tel. [001] (352) 337 92 74, globalnet@mindspring.com
Hompage: www.globenet.free-online.co.uk

Darmstädter Friedensforum
c/o Regina Hagen, Teichhausstraße 46, 64287 Darmstadt, Tel. 06151/47 114, Fax 06151/47 105, regina.hagen@jugendstil.da.shuttle.de

Friedens- und Begegnunsstätte Mutlangen
Forststraße 3, 73557 Mutlangen
Tel. 07171/75 661, Fax 07171/79 53 84, Friedens-Begeg.St.Mutlangen-@t-online.de