"Star Wars Revisited"
Global Network wehrt sich gegen das Wettrüsten im Weltraum

Vor kurzem wandten sich Dr. Helen Caldicott, Gründungspräsidentin der Physicians for Social Responsibility, Dr. Michio Kaku, Physikprofessor an der Universität von New York City, und David McReynolds, Präsident der War Resisters League, in einem Brief an die Öffentlichkeit.

"Liebe Freunde, wir sind sehr besorgt. Der US-Kongress und die Regierung Clinton sind auf dem besten Weg, demnächst ein gefährliches und immens teures Raketenabwehrsystem (BMD, Ballistic Missile Defense) zu stationieren. Im Juni 2000 soll Präsident Clinton dem US-Verteidigungsministerium die Genehmigung zur Stationierung erteilen. Star Wars is back, der Krieg der Sterne ist zurückgekehrt!

... Uns bleibt nur eine Möglichkeit: Wir müssen so schnell wie möglich die Bewegung wieder mobilisieren, die in den 80er Jahren die Star Wars-Pläne von Ronald Reagan verhindert hat. Wir hoffen auf Ihre Mitarbeit und Unterstützung.

Wir brauchen eine globale Graswurzel-Bewegung, um ein neues Wettrüsten im Weltraum zu verhindern. Die USA haben vor, Länder wie Japan, Taiwan, Südkorea, Israel und sogar die NATO-Staaten bei der Stationierung von Waffen im Weltraum mit ins Boot zu holen. Wir können diese Absicht nur vereiteln, wenn wir international zusammenarbeiten. ... Das Global Network Against Weapons and Nuclear Power in Space organisiert noch 1999, vor allem aber im Jahr 2000 einige Aktionen, um die Opposition gegen dieses neue Wettrüsten zu stärken."


40. Geburtstag der UN-Weltraumbehörde im Dezember 1999

Am 12. Dezember 1959 wurde die UN-Weltraumbehörde gegründet. Das UN Committee on Peaceful Uses of Outer Space (UNCOPUOS) mit Sitz in Wien ist u.a. zuständig für die internationale Kooperation bei der friedlichen Nutzung des Weltraums, für die Nutzung von Kernenergie im Weltraum und für die Klärung rechtlicher Fragen im Zusammenhang mit der Weltraumnutzung. Nicht zuständig fühlt sich die Behörde für jegliche Fragen, die sich aus der militärischen Nutzung des Weltraums ergeben - da verweisen die Wiener Beamten lieber auf die Abrüstungskonferenz in Genf.

Das Global Network fordert dazu auf, dem UNCOPUOS zu seiner 40-jährigen Arbeit zu gratulieren. In den Briefen soll die strikte Einhaltung des Völkerrechts bei der Nutzung von Kernenergie im Weltraum, die Überarbeitung der entsprechenden UN-Prinzipien, die Ausweisung des Weltraums als "waffenfreie Zone" und die Verhinderung einer weiteren Militarisierung des Weltraums eingefordert werden. (Briefe an: Office for Outer Space Affairs, Vienna International Center, Postfach 500, A-1400 Wien, Österreich, an Fax [43] (1) 260 60 58 30, oder an e-mail OOSA@unov.un.or.at)


Aufklärung, Proteste und Mahnwache im April 2000

Unter dem Motto "Star Wars Revisited" stehen die Tage vom 14. bis 17. April 2000 in Washington D.C.:

  • Freitag, 14. April: friedliche Kundgebung vor dem Finanzministerium, um auf die enorme Verschwendung von Steuergeldern für den Krieg der Sterne aufmerksam zu machen.
  • Samstag, 15. April: "Star Wars Revisited" - eine internationale Konferenz zur Verhinderung eines Wettrüstens im Weltraum.
  • Sonntag, 16. April: morgens ein Training, das auf die Lobby-Arbeit im Kongreß vorbereitet; anschließend Treffen des Global Network zur Planung der internationalen Strategie zur Verhinderung von Star Wars.
  • Montag, 17. April: Lobby-Tag im Kongreß, um den Protest gegen Star Wars und BMD zu vermitteln; Friedensgruppen aus der ganzen Welt beteiligen sich an einer eintägigen Mahnwache vor dem Kapitol.


Aktionen im Juni 2000 bei ILA in Berlin

Im Zweijahresrhythmus wird in Berlin die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung abgehalten. Dort sind Forschung, Politik, Industrie und Kunden aus der zivilen und militärischen Luft- und Weltraumfahrt vertreten. Der deutsche Zweig des Global Network will bei dieser Veranstaltung, die im Jahr 2000 vom 6.-12. Juni stattfindet, auf die Verflechtung von ziviler und militärischer Raumfahrt und auf die Pläne der Militärs im Weltraum aufmerksam machen. Dazu wird eine breite Beteiligung von kritischen Bürger-, Forschungs- und Wissenschaftsgruppen angestrebt.


Internationale Protesttage im Oktober 2000

In der Woche vom 7. Oktober 2000 finden rund um den Globus Protesttage gegen die Militarisierung des Weltraums statt. Lokale Gruppen sind aufgefordert, sich mit eigenen Aktionen zu beteiligen. In Deutschland sind mögliche Ansprechpartner: Verteidigungsministerium, Niederlassungen der Daimler-Chrysler Aerospace (DASA), US-Botschaft oder -Konsulate, Bundestagsabgeordnete, europäische Außenstelle des US-Weltraumkommandos in Ramstein, Abhörstation in Bad Aibling, usw.


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